Wie das Leben so spielt

Samstag, 21.03.2015

Hallo ihr lieben,

ich muss mich leider mal wieder dafür entschuldigen, dass ich so wenig über meine Erlebnisse berichte. Aber ob ihr es glaubt oder nicht, ich war wahrscheinlich nie beschäftigter. Auch wenn ich die Woche vierundvierzig Stunden arbeite und ein Samstag Abend schon einmal mit kochen, putzen und waschen der Bewohner stattfindet, handelt es sich hierbei um hauptsächlich praktische Arbeit, bei der wenig nachgedacht werden muss und es hauptsächlich darum geht, den Bewohnern Aufmerksamkeit zu schenken und mit ihnen eine schöne Zeit zu verbringen. Deswegen formuliere ich es also mal als positiven Stress.

Zu erst einmal kann ich mich sehr glücklich schätzen, dass wir nun eine andere deutsche Freiwillige, welche ebenfalls von meiner Organisation ins Ausland entsendet wurde, Teil unsere Projektes ist. Lustigerweise wohnt sie nur ein paar Kilometer vom Dorf meiner Großeltern im Emsland entfernt und somit konnten wir uns am ersten Tag sofort über die Trinkfestigkeit der Emsländer und deren seltsames Plattdeutsch unterhalten. Da wir uns von Anfang an sehr gut verstanden haben, sind wie dann eine Woche nach ihrer Ankunft sofort für einen Tag nach London gefahren und haben kurz danach mit einem anderen Freiwilligen einen Ausflug ans Meer gemacht. 

Mitte Februar fand dann auch schon das Zwischenseminar meiner Organisation in Berlin statt. Auch wenn ich nicht ein besonders großer Fan Deutschlands Hauptstadt bin, war es doch unglaublich schön, alle Mitfreiwilligen nach einem so aufregenden halben Jahr wiederzusehen und große Veränderungen bei ihnen feststellen zu können. Fast alle, kamen um einiges selbständiger und reifer zurück und konnten einiges über ihr Leben im Ausland erzählen. Über die Seminargetalltung lässt sich streiten, da meiner Meinung nach Gruppendynamische Spiele und dreistündige Rallyes durchs Haus eher kontraproduktiv sind und ich mir leider vom Zwischenseminar etwas mehr erwartet hätte. Trotzdem hatten wir verglichen mit dem ersten Semiar mehr Freizeit und konnten so Berlin etwas besser kennenlernen ( Besonders bei Nacht)

Nach meiner Rückkehr aus Deutschland, hatte ich dann schönerweise direkt die Möglichkeit einen freien Tag in London mit einer Mitfreiwilligen und eine ihrer Kolleginnen, die auch auf meinem Seminar in Berlin dabei war, zu verbringen. Da ich mich mittlerweile in London relativ gut auskenne, haben wir an diesem Tag weniger Tourist gespielt und es realtiv entspannt angehen lassen.Neben einem Aufenthalt im Covent Garden, wurde in Camden Town Mittag gegessen und danach der sagenhafte Blick vom Primrosehill über die Stadt genossen. Am Abend haben wir dann aufgrund eines Tipps einer Londonerin dem Chor in der St. Paul´s Cathedrale zugehört, welcher jeden Abend dort stattfindet und sehr empfehlenswert ist.

Zu guter letzt bin ich dann vor einer Woche neunzehn geworden und hatte an meinem Geburtstag zwei große Tanzaufführungen zusammen mit einem unserer Bewohner in einer nahegelegenen Tanzschule. Nach diesem aufregenden Tag, sind nach unserer letzten Vorstellung fast alle Bewohner unseres Hauses mit in unseren Lieblingspub gekommen, wo wir bei einem Pint Cider, Pool mit unserem Houseleader gespielt und ein bisschen meinen Geburtstag gefeiert haben. Am Donnerstag fand dann die große Geburtstagsfeier mit allen Bewohnern des Hauses und eingeladenen Gästen statt. Da am Donnerstag ebenfalls einer unserer Bewohner Geburtstag hatte, hatten wir uns zuvor entschieden zusammen zu feiern und eine indische Themeparty zu veranstalten, da er fest davon überzeugt ist, indisch zu sein und fließend Hindi sprechen zu können, obwohl seine Wurzeln zu hundertprozent aus England stammen. Gekauft wurden dutzende Räucherstäbchen, indische Kostüme und gekocht wurde ein dreigängiges indisches Menü, wobei der Nachtich dann doch eine Schwarzwälderkirschtorte sein sollte, da wir als nicht schon wieder Reis essen wollten

 

Da in zwei Wochen ja schon Ostern ist, wünsche ich euch allen ein wunderschönes Osterfest und hoffe, dass es euch allen gut geht! :)

Ganz liebe Grüße von der Insel,

Nora

 

 

 

 

Keep calm and believe in dreams

Dienstag, 16.12.2014

Hallo ihr Lieben,

nach einer sehr langen Zeit komme ich endlich noch einmal dazu mich an meinen Schreibtisch zu setzen und einen neuen Blogeintrag zu schreiben. Jedoch versuche ich in Zukunft etwas regelmäßiger über meine Erlebnisse zu schreiben.

Genau wie Aachen, versucht auch Ipswich mit sämtlicher Weihnachtsdekoration die Stadt in ein anderes Licht zu rücken. Es gibt sogar einen "german christmasmarket", auf dem mulled wine, german sausages und stollenbites verkauft werden. Jedoch vermisse ich den Aachener Weihachtsmarkt und finde es schade, dieses Jahr die Adventszeit nicht in Aachen verbringen zu können.
Zusammen mit unseren Bewohnern haben wir das ganze Haus weihnachtlich dekoriert und an unserer Treppe hängen nun 24 Weihnachtssocken, in denen sich jeden Tag Schokolade und ein Adventsspruch verstecken. Außerdem tragen nun fast alle Bewohner, unter denen auch ich einer bin, ihre Weihnachtspullover, welche Weihnachtslieder singen können oder eingebaute Weihnachtsmannbäuche haben.

Ansonsten fühle ich mich besser als nie zuvor und genieße die Zeit in England sehr. Nun sind es vier Monate in denen ich in Ipsiwich lebe, jedoch fühlt es sich so an, als wäre ich hier schon mindestens ein halbes Jahr. Es ist schon verrückt, dass man nach einer so kurzen Zeit in englisch denkt, träumt und einem machmal die deutschen Wörter nicht mehr einfallen. Bevor ich nach England gekommen bin, war mir nicht bewusst, wie inspirierend und einzigartig das Leben mit Behinderten ist. In unserer Gesellschaft wird leider oft noch ein Unterschied zwischen Behinderten und Nichtbehinderten gemacht, wobei in L´arche jeder als gleichwertig gesehen wird und ich täglich etwas von den Behinderten lerne. In L´arche ist es möglich mit Behinderten befreundet zu sein, mit ihnen Ausflüge zu unternehmen oder mit ihenen in die Disco zu gehen. Dabei wird nie hinterfragt, ob die Behinderten möglicherweise nicht fähig sind solche Unternehmungen zu machen. Es wird ihnen das Gefühl gegeben keinerlei Einschränkungen zu haben und von der Gesellschaft akzeptiert und geschätzt zu werden.

Für alle Harry Potter Fans: Vor einem Monat hatte ich die Ehre eine der Assistants zu sein, die mit zwei Bewohnern die Harry Potter Studios in der Nähe von London zu besichtigen. Für mich wurde ein Traum war, da ich als kleines Kind Joanne K. Rowlings Bücher verschlungen habe. Dort gab es wirklich alles zu sehen! Neben der großen Halle konnte man sämtliche Kostüme der Figuren und Requisiten der Filme sehen. Neben einem Butterbierstand, gab es die Möglichkeit selbst aktiv zu werden und mit der Schuluniform auf einem Besen zu fliegen. Auch der Shop am Ende der Studios hatte von Schokofröschen bis zu "Bertie Botts Every Flavour Jelly Beans" alles zu bieten. Jedoch habe ich leider statt einem Schokoladenbonbon, einen Jelly Bean mit Ohrenschmalzgeschmack abbekommen.

Des weiteren hat mich im November ein Freund für drei Tage besucht. Neben einer Ipswichbesichtigung, sind wir für einen Tag nach London gefahren und haben uns dort Fahrräder ausgeliehen und sind damit durch den Hydepark gefahren. Auf der linken Seite zwischen all den Bussen und Taxis zu fahren kann ganz schön nervenauftreibend sein, jedoch hat es mir sehr viel Spaß gemacht und das Wetter hat glücklicherweise auch mitgespielt. Danach haben wir dann noch zwei aachener Freunde meines Freundes in Camden getroffen, sind mit ihnen japanisch essen gegangen und haben danach in einer Bar Cocktails geschlürft. Ein "Sex on the beach" kostet dann schnell mal zehn pounds...:D

Da das Meer mit dem Auto nur zwanzig Minuten von Ipswich entfernt ist, bin ich im November das erste mal nach Felixtowe, ein kleiner Ort an der Ostküste Englands, mit einem anderen Freiwilligen gefahren. Neben Fish and Chips hatte ich die Ehre einen wunderschönen Sonnenuntergang zu sehen.

 

Letztes Wochenende bin ich dann wieder nach London gefahren und habe dort vier Tage mit meiner Mutter verbracht. Da unser Hotel direkt am Bahnhof Kings Cross lag, konnten wir die komplette Innenstadt zu Fuß erreichen, jedoch war es wie immer wieder schön, das fantastische U-bahnnetz Londons nutzen zu können. Neben Besichtigungen des Covent Garden und des Camden Markets, habe ich dieses mal ein paar neue Seiten von Englands Hauptstadt kennengelernt. Sehr zu empfehlen ist der Stadtteil "Fitzrovia", welcher sich abends in ein niveauvolles Ausgehviertel verwandelt und zum kulinarisches Paradies wird. Meine Mutter bekam an diesem Abend in einer Tapasbar direkt die Gelegenheit spanisch zu sprechen ;) Kulinarisch zu empfehlen ist außerdem der "Borough Market", auf dem lokale Händler organische Produkte verkaufen. Danach haben wir eine Bootstour auf der Themse gemacht und besichtigten daraufhin den am Südufer gelegenen Stadtteil "Greenwich". Diese Kleinstadt ist nicht nur berühmt für seine Universität, sondern auch für seine Sternwarte, welche durch den Nullmeridian verläuft. Aufgrund des fünfzigsten Geburtstag meiner Mutter im November, habe ich sie mit einem Restaurantbesuch in einem veganen Lokal in Primerose Hill überrascht. Auch wenn ich momentan wieder viel Fleisch esse, war es doch sehr interessant zu sehen, was man aus traditionellem englischen "Pub-food" machen kann. Aus einem "sausages and mash" wurde eine Fenchel und Kürbiskernwurst mit glutenfreien Onionrings. Lustigerweise hat diese fast besser geschmeckt als eine Fleischwurst :)

 

Nun ist in einer Woche schon Weihnachten und auch das neue Jahr rückt immer näher. Ab Januar wird sich in unser Community einiges verändern, da wir ein neues Haus eröffnen und das dritte Haus ist auch schon in Planung. Zwei Behinderte werden unser Haus im Frühjahr verlassen, da sie in eine eigene Wohnung ziehen und auch unser Team wird sich vergrößern. Fest steht, dass im Januar ein deutsches Mädchen in meinem Alter in unser Haus zieht und ich freue mich schon sehr darauf, sie kennen zu lernen!

Somit wünsche ich euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! :)

Bis bald!

Eure Nora

 

 

 

 

Dudelsack, Schottenröcke und Haggis

Dienstag, 21.10.2014

Hallo ihr Lieben,

nach einer sehr langen Zeit melde auch ich mich mal wieder zurück! Ich war leider sehr beschäftigt und viel unterwegs. Außerdem ist meine Kamera vor zwei Wochen kaputt gegangen und ich wollte keinen Blogeintrag ohne Fotos hochladen. Nun habe ich aber die Kamera eines anderen Freiwilligen benutzen können, sodass ich euch einige Fotos meines letzten Urlaubs zeigen kann :)

Wie die Überschrift schon sagt, war ich letzte Woche mit drei Bewohnern des Hauses und einem anderen Freiwilligen für fünf Tage in Schottlands Hauptstadt Edinburgh. Wir haben uns eine riesige Ferienwohnung im typisch schottischen Stil geteilt und als einzige weibliche Person hatte ich die Ehre das größte Schlafzimmer mit einem Doppelbett zu beziehen, während sich die anderen ein sehr viel kleineres Zimmer zu dritt geteilt haben ;) Ich habe also die fünf Tage wie die Queen schlafen können und bin sehr gut erholt zurück gekommen. Auf Wunsch der Bewohner haben wir jeden Morgen ein "proper scottish breakfast" zubereitet, welches aus Würstchen, black pudding und Haggis besteht. Laut Wikipedia besteht Haggis aus dem Magen eines Schafes, der mit Herz, Leber, Nierenfett vom Schaf, Zwiebeln und Hafermehl gefüllt wird. Aufgrund dieser Beschreibung habe ich mich dann doch lieber hauptsächlich von Würstchen und baked beans ernährt  

  

Am ersten Tag haben wir uns einen sehr großen vierhundert Jahre alten Botanischen Garten angeschaut, welcher am Stadtrand Edinburghs liegt und nicht weit vom Meer entfernt ist. Auch wenn das Wetter im Vergleich zu Ipswich ziemlich kalt war, hat es nur bei unserer Ankunft einmal kurz geregnet und es war sonst immer sonnig.

Außerdem haben wir uns eine alte Burg und die Kathedrale Edinburghs, welche mitten im Zentrum der Hauptstadt liegen, angeschaut. Von dort aus hat man einen sehr schönen Blick auf die ganze Stadt. Für die besonders sportlichen Touristen, gibt es die Möglichkeit einen Berg zu besteigen, auf dem man ebenfalls bei einem Picknick die Aussicht genießen kann. Besonders Spaß hatten die Bewohner auf dem Rückweg von der Kathedrale, da sich dort ungefähr fünf verschiedene Spiegel befanden, die dich entweder sehr groß und schmal oder klein und dick erscheinen ließen. Bei ständig anwesender Dudelsackmusik haben wir uns dann auf den Weg zu einem Pub gemacht. Dort habe ich dann meinen ersten schottischen Whisky von einem der Bewohner ausgegeben bekommen und traditionell Poolbilliard gespielt. 

 

Am dritten Tag haben wir uns untereinander aufgeteilt und ich habe auf Wunsch eines Bewohners eine typische Touristenstadtrundfahrt mit ihm gemacht. Auch wenn ich den Altersdurchschnitt der anderen Mitfahrenden ziemlich gesenkt habe und ich den schottischen Akzent des Tourguides nur schlecht verstehen konnte, hatten wir sehr viel Spaß! Danach haben wir uns alle wieder in einem Café getroffen und sind dann in ein Restaurant Jamie Olivers gegangen :)

Am vierten Tag haben wir uns dann den "Royal Palace" Edinburghs angeschaut, in dem ab und zu auch die Queen zu Besuch ist. Ende des fünfzehnten Jahrhunderts lebte dort Maria Stuart, die damalige Königin von Schottland und wir konnten einen guten Einblick in ihre damaligen Schlafgemächer bekommen. Direkt neben dem Palast befindet sich das "Scottish Parliament", welches wir uns jedoch nur von außen angeschaut haben, da es als das hässlichste Gebäude Schottlands bezeichnet wird. Ich kann dies nun nur bestätigen .

Danach haben wir uns auf den Weg zu der L´arche Community Edinburgh gemacht, da sie uns alle herzlich zum Abendessen eingeladen haben. Es war sehr interessant einen Einblick in eine andere L´arche Community zu bekommen und ich war überrascht, wie anders deren Alltag und Arbeit aussieht. Im Vergleich zu unserer Community sind deren Bewohner weniger selbstständig,  und benötigen sehr viel Unterstützung in ihrem alltäglichen Leben.

Am fünften Tag mussten wir uns dann schon wieder auf den Weg nach Hause machen. Jedoch   gestaltete sich unsere Rückfahrt leider länger als erwartet. Der Zug ist über London gefahren, hatte fünfzehn Minuten Verspätung und wir mussten um zum anderen Bahnhof in London zu kommen, zweimal die U-Bahn wechseln. Aufgrund dessen ist uns dann leider der Zug nach Ipswich vor der Nase weg gefahren. An dem Abend hatte ich außerdem noch eine Verabredung mit der Frau unseres Community Leaders, da wir uns zusammen eine Tanzvorstellung in meiner Tanzschule anschauen wollten. Glücklicherweise haben wir es noch gerade so geschafft zum Anfang des Stücks da zu sein.

 

Eine Woche vor meinem Urlaub waren meine Eltern für drei Tage zu Besuch und es war sehr schön ihnen mein neues zu Hause zu zeigen und einen Einblick in meine Arbeit zu geben. Des weiteren war ich noch mit einem anderen Freiwilligen für einen Tag in London, jedoch habe ich leider keine Fotos dieses Tages, da an diesem Tag meine Kamera ihren Geist aufgegeben hat. Jedoch kommen mit Sicherheit in Zukunft auch ein paar Fotos von Englands Hauptstadt!

Momentan befinde ich mich für drei Tage in Crewe, welche eine kleine Stadt in der Nähe von Manchester ist. Ich begleite einen Bewohner zu einer "national speaking group", welche dreimal im Jahr unter allen L´arche Communities Englands und Schottlands stattfindet.

Jedoch freue ich mich nun morgen nach Hause zu kommen und endlich wieder in meinem Bett schlafen zu können :)

Ganz liebe Grüße!

Eure Nora

 

 

 

 

 

 

Die dritte Woche und meine erste ungarische Hochzeit

Dienstag, 09.09.2014

Hallo ihr Lieben,

wie die Überschrift schon sagt, wurde letztes Wochenende eine große ungarische Hochzeit gefeiert. Unser Houseleader Steven, der gebürtig aus Ungarn kommt, hat letzten Samstag seine Freundin, die ebenfalls aus Ungarn stammt, geheiratet. Im Garten unseres Hauses wurde ein riesiges weißes Zelt aufgebaut, in dem wir nach der kirchlichen Trauung das Fest gefeiert haben. Neben der Dekoration war die ganze Community für das Essen zuständig. Das heißt: zwei Tage zuvor wurden 140 Fleischbällchen, 250 Canapes und mehrere Kuchen vorbereitet! Die Hochzeitstorte wurde jedoch speziell von Marks and Spencer gebacken, da eine aus Marzipan kreierte ungarische Flagge doch etwas zu kompliziert für uns gewesen wäre ;) Unter den Gästen waren die ungarischen Familien des Brautpaars und deren Freunde, die alle aus Ungarn angereist sind, sowie einige Freunde der Community. Alles in einem also eine sehr multikulturelle Hochzeit :)

Neben der Hochzeit, wurde letzte Woche Donnerstag noch der Geburtstag eines Core Member gefeiert. Geburtstage werden in der Community immer sehr groß gefeiert und es kommen einige Leute von außerhalb zu Besuch. Nach seinem Wunsch gab es ein Barbecue im Garten, sowie ein selbstgemachtes Tiramisu als Geburtstagskuchen

Nach der Hochzeit gab es natürlich einiges an übrig gebliebenem Essen. Deshalb haben wir am Sonntag nicht gekocht, sondern versucht all die Reste aufzuessen. Da zwei unserer Assistants aus Indien kommen und dort momentan ein besonderes Fest stattfindet, welches ungefähr mit unserem Weihnachten zu vergleichen ist, haben wir unser Mittagessen zu einem indischen Festmahl umgewandelt :) Normalerweise werden dort elf verschiedene vegetarische Gerichte gekocht, welche auf Bananenblättern serviert werden. Gegessen wird auf dem Boden und nur mit den Händen. Außerdem werden zu dieser Zeit die ganzen Straßen mit Blumen geschmückt. Daher haben wir im Garten einen Blumenkranz kreiert. Auch wenn wir keine elf verschiedenen Gerichte gekocht haben, ist es immer wieder interessant, neue Kulturen kennenzulernen :)

Ganz liebe Grüße und bis bald!

Eure Nora

 

 

Endlich eingezogen!

Freitag, 29.08.2014

Hallo ihr Lieben,

endlich habe ich nun einmal Zeit gefunden mich an meinen Laptop zu setzen und etwas auf diesem Blog zu posten. Seit zwei Wochen lebe ich nun in England und ich hätte es gar nicht besser antreffen können! Nachdem ich vom Flughafen London Stansted einen Bus nach Ipswich genommen habe, wurde ich von einem Kollegen und zwei Bewohnern am Busbahnhof mit offenen Armen empfangen. Auch die anderen Bewohner und Mitarbeiter des Hauses haben mich alle sehr herzlich aufgenommen, sodass anfängliche Schwierigkeiten gar nicht erst auftreten konnten. An meinem ersten Abend sind wir dann erst einmal alle in einem Pub um die Ecke etwas essen gegangen und ich wurde in die typisch britische Küche eingeführt. Am liebsten ist man hier Fish`n`Chips, Cottage Pie oder Roasted Chicken. Deshalb habe ich es hier aufgegeben weiterhein vegetarisch zu leben

Da eine andere deutsche Freiwillige erst vorgestern wieder nach Deutschland zurückgekehrt ist, konnte ich bis zu ihrer Abreise nicht in unserem Haus wohnen. Deshalb habe ich in den letzten zwei Wochen in einem kleinen Apartement des House leaders gewohnt. Jedoch ist sein Haus nur ein paar Minuten von meinem neuen Zuhause entfernt. Vor zwei Tagen bin ich dann endlich eingezogen und habe nun ein kleines aber feines Zimmer unterm Dach. 

Neben Stadterkundungen von Ipswich, habe ich für eine so kurze Zeit in England schon einiges vom Land gesehen. Letztes Wochenende sind wir mit der ganzen Community auf ein Musikfestival, dass ca. zwei Stunden mit dem Auto von Ipswich entfernt ist, gefahren. Ich war leider eine der fünf Personen, die draußen in einem Zelt schlafen musste, da die restlichen Leute in einem Cottage übernachtet haben. Bei 1 Grad Celcius, ließen sich die Nächte leider nur schwer ertragen,jedoch habe ich das Festival sehr genossen! Neben einem brasilianischen DJ, traten dort vor allem englische Bands auf, sowie einige Künstler und Schriftsteller, die ihre Werke vorstellten.

Am Mittwoch bin ich dann alleine nach Norwich gefahren, eine etwas größere Hafenstadt in der Nähe von Ipswich, da ich eine Sozialversicherungsnummer beantragen musste. Auch diese Stadt ist absolut sehenswert!

  

Eine Reise nach London und Schottland sind in Planung, jedoch steht nun erst einmal die Hochzeit unseres Houseleaders am 6. September vor der Tür. Da ich für die komplette Dekoration und ein Teil des Geschenkes zuständig bin,habe ich diese Woche noch einiges zu erledigen.
Trotzdem versuche ich mich so bald wie möglich wieder zu melden          

Ich hoffe, euch geht es allen gut und bis bald!

Ganz liebe Grüße,

Nora